Über uns


Die Medienkompetenzzentrum multi.media.szene Neukölln wurde 2001 in Rahmen des Landesprogramms jugendnetz-berlin.de ernannt. Diese jugendpolitische Initiative der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung gemeinsam mit der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin und in Kooperation mit den Bezirksämtern hat zum Ziel, bezirksweit wie auch bezirksübergreifend medienpädagogische Projekte zu fördern und zu vernetzen. Das Netzwerk dient dem Austausch über die medienpädagogische Praxis und der Entwicklung innovativer Formate.

Das Medienkompetenzzentrum verortet sich in der einzigen kommunalen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung für Mädchen im Bezirk Neukölln, dem Mädchenzentrum Szenenwechsel.

Es versteht sich als Dienstleister und Kooperationspartner, primär für die Kinder- und Jugendeinrichtungen des Bezirks, aber auch Schulen, Kindertageseinrichtungen oder andere Bildungsinstitute (bspw. Volkshochschule, Bibliotheken). Es wirkt als Ansprechpartner und Sachverständiger im Bereich der medienpädagogischen Arbeit mit jungen Menschen und bietet darüber hinaus vernetzte operative Praxisprojekte und - angebote an. Das Medienkompetenzzentrum multi.media.szene Neukölln ist Teil des Netzwerks Medienkompetenz in Neukölln.

Zu seinen Tätigkeiten zählt u.a. die Beratung der Anbieter des Computerführerscheins Comp@ss sowie die Durchführung von Comp@ss - Workshops an Schulen, die Mitgestaltung der Medien-AG, die Beteiligung am Safer InternetDay und am GirlsDay.

Unser Ziel ist es, an den unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen anzusetzen und eine aktive und reflektierte Mediennutzung zu fördern. Themen unserer Medienarbeit sind auch der bewusste Umgang mit sozialen Netzwerken und personenbezogenen Daten. Medienkompetenz ist Voraussetzung für Teilhabe und Beteiligung und ermöglicht die Mitwirkung und Handlungsfähigkeit junger Menschen in einer durch Medien geprägten Gesellschaft. Bildung als Selbstbildung bedarf gerade im Bereich der Medien der Begleitung und gemeinsamen Auseinandersetzung, um Medienerfahrungen einzuordnen und Medieninhalte aktiv zu gestalten zu können.

Die Ausstattung mit internetfähigen Handys Jugendlicher ab 12 Jahren liegt nach der JIM-Studie 2014 mittlerweile bei 98%, wobei 75% über eine Internetflat verfügen. Die Nutzung des Internets sowie unterschiedlicher Apps sind integraler Bestandteil des Alltags junger Menschen. Die Verankerung von Medienkompetenz in Schule wie auch Freizeit ist daher hoch aktuell. Jugendliche nutzen Medien nicht nur aktiv, sondern sie sind gleichzeitig eine wichtige Zielgruppe, z.B. als Konsument*innen und aktive Werbenutzer*innen. Der Zugang zu Medien und Medienbildung ist bei Kindern- Jugendlichen unterschiedlich ausgeprägt. Beides ist abhängig von Faktoren wie Geschlecht, sozioökonomischem Status der Eltern, Wohnort und Herkunft. Bereits seit Jahren warnen Medienforscher*innen vor einer zunehmenden digitalen Spaltung der Gesellschaft in Informationsbesitzende und nicht besitzende und vor dem Ausschluss einiger sozialer Gruppen aus der Informationsgesellschaft. 1

Insbesondere für die Entwicklung von Medienkompetenz gilt, dass der Erwerb neuer Kompetenzen nicht mit einem bestimmten Alter endet und die Multiplikator*innen sich immer wieder neuen Herausforderungen gegenüber sehen. Hier steht das Medienkompetenzzentrum als Beratungseinrichtung zur Verfügung.

[1] Vgl. 14. Kinder- und Jugendbericht. http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/14-Kinder-und-Jugendbericht,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf, S. 394 ff., Stand:13.10.2015